Maltherapie

Mag. Sabine Maria Spolwind

Die Maltherapie ist eine Methode der Kunsttherapie. Es geht dabei einerseits um den Ausdruck von Gedanken und Gefühlen in kreativer Form und andererseits auch um die symbolische Bedeutung und Wirkung der Darstellungen. Somit geht es in der Maltherapie um die Verbindung von Malen und der psychologischen Interpretation des Bildes.
Die Einbeziehung der kreativen Tätigkeit des Malens in die psychologische Arbeit, ermöglicht eine alternative Form des Ausdrucks und hilft dabei, unbewusste Konflikte aufzudecken, die ansonsten nicht zugänglich wären und zeigt neue Lösungsmöglichkeiten auf.
Alleine das Farben aufs Papier bringen kann ein heilsamer Vorgang sein und löst innerseelische Prozesse aus. Es geht in der Maltherapie nie darum, etwas möglichst schön oder real darzustellen, daher sind keinerlei künstlerischen Vorkenntnisse nötig. Vielmehr geht es darum sich selbst ohne Druck, kreativ auszudrücken. Es geht darum, sich Raum und Zeit für sich selbst und seine Gefühle nehmen, sich kennen zu lernen und sich weiter zu entwickeln.

Maltherapie kann bereits bei Kindern ab vier Jahren angewendet werden und hat sich bei Menschen jeden Alters bewährt. Besonders Kinder, die in ihrer verbalen Ausdrucksmöglichkeit noch nicht so geübt sind wie Erwachsene, drücken sich gerne über kreative Methoden aus und können so ihren inneren psychischen Zuständen Ausdruck verleihen. Aber auch Erwachsene profitieren davon die gewohnte sprachlich-rationale Betrachtungsweise durch eine bildlich-intuitive Perspektive zu ergänzen.

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